Umgang mit Aggression und Unruhe bei Demenz
Aggressionen und Unruhe gehören zu den häufigsten Verhaltenssymptomen bei Demenz. Sie entstehen oft aus Überforderung, Angst oder Orientierungslosigkeit. Für Angehörige und Pflegende kann das belastend sein – mit den richtigen Strategien lassen sich solche Situationen jedoch besser bewältigen.
Ursachen verstehen
- Überforderung: Zu viele Reize oder komplexe Aufgaben können Frust auslösen.
- Angst und Unsicherheit: Fremde Umgebungen oder Veränderungen verstärken Unruhe.
- Körperliche Ursachen: Schmerzen, Hunger, Durst oder Schlafmangel können aggressives Verhalten verstärken.
Praktische Tipps im Alltag
- Ruhig bleiben: Ein freundlicher Tonfall und langsames Sprechen wirken deeskalierend.
- Klare Strukturen schaffen: Routinen geben Sicherheit und reduzieren Stress.
- Reize verringern: Fernseher, laute Geräusche oder Menschenmengen meiden.
- Ablenkung nutzen: Musik, vertraute Tätigkeiten oder ein Spaziergang lenken die Aufmerksamkeit um.
- Körperliche Ursachen prüfen: Regelmäßig auf Schmerzen, Durst oder Toilettenbedürfnisse achten.
Eigene Entlastung nicht vergessen
Auch Angehörige geraten schnell an ihre Grenzen. Austausch mit anderen Betroffenen, kurze Auszeiten oder professionelle Unterstützung sind wichtig, um Kraft zu tanken.

