Wenn Eltern oder Partner die Diagnose Demenz bekommen: Erste Schritte

Eine Demenzdiagnose bei einem geliebten Menschen verändert vieles – für Betroffene und Angehörige. Oft stehen Angst, Unsicherheit und viele Fragen im Raum. Einige klare erste Schritte helfen, die Situation zu ordnen und gut in die nächste Phase zu starten.

1. Information schafft Sicherheit

Verlässliche Informationen über die Art der Demenz und ihren Verlauf helfen, besser zu verstehen, was auf die Familie zukommt. Gute Quellen sind Ärzt*innen, Beratungsstellen und seriöse Demenzorganisationen.

2. Alltag gemeinsam anpassen

Kleine Veränderungen im Haushalt, klare Tagesstrukturen und Orientierungshilfen können Betroffenen sofort mehr Sicherheit geben. Wichtig ist, gemeinsam Lösungen zu finden, die den Alltag erleichtern – ohne zu überfordern.

3. Unterstützung organisieren

Frühzeitig Hilfe einzubinden entlastet enorm:

  • Angehörigenberatung
  • Pflegedienst oder Tagespflege
  • Selbsthilfegruppen
  • Entlastungsangebote für pflegende Angehörige

Niemand muss die Situation allein bewältigen.

4. Wichtige Unterlagen rechtzeitig regeln

Empfehlenswert sind:

  • Vorsorgevollmacht
  • Patientenverfügung
  • Finanz- und Gesundheitsunterlagen sortieren

Das schafft Klarheit und nimmt später Druck aus schwierigen Entscheidungen.

5. Miteinander im Mittelpunkt

Trotz Diagnose bleibt der Mensch im Vordergrund. Gespräche, gemeinsame Aktivitäten und Ruhe im Umgang helfen, Vertrauen zu stärken und Ängste zu reduzieren.

Angela Preiss
Author: Angela Preiss

Fortbildung Alltagsbegleiter in der Demenzbetreuung, Fortbildung Gerontophsychiatrische Fachkraft