Tiere in der Pflege: Warum Tierkontakte guttun
Tiere können im Pflegealltag eine besondere Rolle spielen – gerade für Menschen mit Demenz. Der Kontakt zu Hunden, Katzen oder anderen Tieren spricht Gefühle an, die oft lange erhalten bleiben, und schafft Nähe ohne viele Worte.
1. Tiere wirken beruhigend
Streicheln, Beobachten oder einfach die Anwesenheit eines Tieres kann Stress und Unruhe reduzieren. Viele Menschen mit Demenz reagieren entspannter, zeigen weniger Angst und fühlen sich sicherer.
2. Erinnerungen und Gefühle wecken
Tiere erinnern oft an frühere Lebensphasen, etwa an Haustiere aus der Kindheit. Diese Erinnerungen können Gespräche anregen und positive Emotionen auslösen – auch dann, wenn Sprache schwerfällt.
3. Struktur und Aktivität fördern
Tierkontakte bringen Bewegung in den Alltag: ein kurzer Spaziergang, Füttern oder Bürsten. Das stärkt das Gefühl, gebraucht zu werden, und gibt dem Tag eine sinnvolle Aufgabe.
4. Nähe ohne Anforderungen
Tiere bewerten nicht, korrigieren nicht und stellen keine Erwartungen. Diese bedingungslose Akzeptanz tut vielen Menschen mit Demenz besonders gut.
5. Sicherer Einsatz
Wichtig ist, dass Tierkontakte gut begleitet werden. Tiere sollten ruhig, gut ausgebildet und an den Umgang mit Menschen gewöhnt sein. Auch Hygiene und individuelle Vorlieben müssen berücksichtigt werden.

