Betreuungshelfer*innen: Aufgaben, Ausbildung und Einsatz
Betreuungshelfer*innen spielen eine wichtige Rolle in der Begleitung von Menschen mit Demenz. Sie unterstützen im Alltag, schenken Zeit und Zuwendung und tragen dazu bei, Lebensqualität zu erhalten – sowohl zu Hause als auch in Pflegeeinrichtungen.
1. Aufgaben von Betreuungshelfer*innen
Der Schwerpunkt liegt auf sozialer Betreuung, nicht auf Pflege:
- Begleitung im Alltag (Spaziergänge, Gespräche, Vorlesen)
- Aktivierung und Beschäftigung (Spiele, Musik, Basteln)
- Unterstützung bei der Tagesstruktur
- Förderung sozialer Kontakte
- Entlastung pflegender Angehöriger
Medizinische oder pflegerische Tätigkeiten gehören in der Regel nicht zu ihren Aufgaben.
2. Ausbildung und Qualifikation
Betreuungshelfer*innen absolvieren meist eine Schulung nach § 43b / § 53b SGB XI (früher § 87b).
Die Ausbildung umfasst u. a.:
- Grundlagen zu Demenz und anderen Erkrankungen
- Kommunikation und Umgang mit herausforderndem Verhalten
- Beschäftigungs- und Aktivierungsangebote
- Hygiene und rechtliche Grundlagen
- Praktische Einsätze
Regelmäßige Fortbildungen sind vorgeschrieben.
3. Einsatzbereiche
Betreuungshelfer*innen arbeiten:
- in Pflegeheimen
- in Tagespflegeeinrichtungen
- im ambulanten Bereich
- in Wohngruppen oder betreuten Wohnformen
Auch im häuslichen Umfeld leisten sie wertvolle Unterstützung.
4. Bedeutung für Betroffene und Angehörige
Durch ihre Zeit und Aufmerksamkeit schaffen Betreuungshelfer*innen Nähe, Sicherheit und Struktur. Angehörige werden entlastet und gewinnen Freiräume für Erholung oder Organisation.

