Medikamente bei Demenz – Wirkungen, Chancen und Grenzen

Medikamente können bei Demenz den Krankheitsverlauf nicht heilen, aber sie können bestimmte Symptome lindern und den Alltag erleichtern. Häufig eingesetzte Wirkstoffe wie Cholinesterasehemmer oder Memantin zielen darauf ab, Gedächtnis, Aufmerksamkeit oder Alltagsfähigkeiten zeitweise zu stabilisieren – vor allem in frühen bis mittleren Krankheitsstadien.

Die Chancen liegen in einer möglichen Verlangsamung des geistigen Abbaus und einer Verbesserung von Orientierung oder Antrieb. Der Effekt ist jedoch individuell unterschiedlich und meist zeitlich begrenzt. Nebenwirkungen wie Übelkeit, Schwindel oder Schlafstörungen müssen sorgfältig abgewogen werden.

Grenzen zeigen sich darin, dass Medikamente keine Persönlichkeit oder verlorene Fähigkeiten zurückbringen. Sie ersetzen auch keine menschliche Zuwendung. Entscheidend ist daher eine individuelle ärztliche Beratung, regelmäßige Überprüfung der Wirkung und die Kombination mit nicht-medikamentösen Maßnahmen wie Bewegung, Struktur und sozialer Begleitung.

Angela Preiss
Author: Angela Preiss

Fortbildung Alltagsbegleiter in der Demenzbetreuung, Fortbildung Gerontophsychiatrische Fachkraft