Demenz bei jüngeren Menschen – Früherkennung, Herausforderungen und Hilfe

Demenz wird oft mit älteren Menschen in Verbindung gebracht. Doch auch unter 65 Jahren kann Demenz auftreten – man spricht dann von Early-Onset-Demenz. Obwohl sie seltener ist, bringt sie besondere Herausforderungen für Betroffene, Familien und Berufstätige mit sich.

Früherkennung ist entscheidend

Frühe Anzeichen können Gedächtnislücken, Konzentrationsprobleme, Orientierungsschwierigkeiten oder verändertes Verhalten sein. Da sie bei jüngeren Menschen oft mit Stress oder Erschöpfung verwechselt werden, wird die Diagnose häufig verspätet gestellt. Schnelles Handeln und ärztliche Abklärung sind daher besonders wichtig.

Besondere Herausforderungen

  • Beruf und Karriere: Betroffene stehen oft mitten im Berufsleben. Frühzeitige Anpassungen oder ein flexibler Arbeitsplatz sind wichtig.
  • Familie: Kinder oder Partner sind häufig noch sehr jung; die Pflege und Organisation des Alltags wird komplexer.
  • Emotionale Belastung: Schock, Trauer und Schuldgefühle können stärker ausgeprägt sein.
  • Finanzen: Kürzere Beitragszeiten in der Renten- oder Sozialversicherung können finanzielle Folgen haben.

Unterstützungsmöglichkeiten

  • Frühinterventionsprogramme für junge Betroffene
  • Selbsthilfegruppen speziell für Early-Onset-Demenz
  • Beratung zu Beruf und Rente
  • Psychosoziale Begleitung für die ganze Familie

Fazit

Demenz kann jederzeit auftreten, auch bei Menschen unter 65. Je früher Symptome erkannt und Hilfen organisiert werden, desto besser können Betroffene ihr Leben gestalten, berufliche Herausforderungen meistern und die Familie unterstützen. Frühe Diagnosen, individuelle Beratung und gezielte Unterstützung sind entscheidend.

Angela Preiss
Author: Angela Preiss

Fortbildung Alltagsbegleiter in der Demenzbetreuung, Fortbildung Gerontophsychiatrische Fachkraft