Demenz und Schmerz: Wenn Betroffene Schmerzen nicht äußern können
Menschen mit Demenz leiden häufig unter Schmerzen – können diese jedoch nicht mehr klar benennen. Sprachverlust, Gedächtnisstörungen oder veränderte Wahrnehmung führen dazu, dass Schmerzen unerkannt bleiben und sich anders zeigen als gewohnt.
Wie sich Schmerzen bei Demenz äußern
Statt Worten zeigen Betroffene Schmerzen oft durch:
- Unruhe oder plötzliches aggressives Verhalten
- Rückzug, Apathie oder Weinen
- veränderte Mimik, Gestik oder Körperhaltung
- Schlafstörungen oder Appetitverlust
Diese Signale werden leicht missverstanden und fälschlich als „typisches Demenzverhalten“ abgetan.
Warum Schmerzen ernst genommen werden müssen
Unbehandelte Schmerzen verschlechtern die Lebensqualität deutlich und können Angst, Verwirrtheit oder Pflegewiderstand verstärken. Häufige Ursachen sind Gelenkprobleme, Druckstellen, Zahnprobleme oder innere Erkrankungen.
Was Angehörige und Pflegende tun können
- Veränderungen im Verhalten bewusst beobachten
- Auf nonverbale Zeichen achten
- Schmerzen regelmäßig ärztlich abklären lassen
- Schmerzskalen für Menschen mit Demenz nutzen
- Medikamente und nicht-medikamentöse Maßnahmen kombinieren (z. B. Wärme, Bewegung, Berührung)
Fazit
Auch ohne Worte dürfen Schmerzen nicht übersehen werden. Aufmerksamkeit, Beobachtung und ernsthaftes Nachfragen sind entscheidend, um Leid zu erkennen und gezielt zu lindern.

