Demenz und Sinnesverluste – Wenn Hören, Sehen und Riechen nachlassen

Bei Menschen mit Demenz lassen nicht nur Gedächtnis und Orientierung nach, sondern häufig auch die Sinneswahrnehmungen. Einschränkungen beim Hören, Sehen oder Riechen können Verwirrtheit, Unsicherheit und Rückzug verstärken und den Alltag zusätzlich erschweren.

Hören

Hörverluste führen oft zu Missverständnissen. Betroffene wirken unaufmerksam oder reagieren unangemessen, obwohl sie Gesagtes nicht richtig verstehen. Lärm und mehrere Gesprächspartner können schnell überfordern.

Sehen

Nachlassendes Sehvermögen erschwert die Orientierung. Schatten, Spiegelungen oder Muster werden mitunter falsch gedeutet und können Angst oder Unruhe auslösen. Auch das Sturzrisiko steigt.

Riechen

Ein eingeschränkter Geruchssinn beeinflusst Appetit und Sicherheit. Verdorbene Lebensmittel, Rauch oder Gas werden schlechter wahrgenommen, was Risiken erhöht.

Was helfen kann

Regelmäßige Hör- und Sehtests, gut angepasste Brillen und Hörgeräte sowie eine klare, kontrastreiche und gut beleuchtete Umgebung. Ruhige Gesprächssituationen und zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen im Haushalt sind ebenfalls wichtig.

Fazit

Sinnesverluste können Demenzsymptome verstärken, sind aber oft gut ausgleichbar. Wer Hören, Sehen und Riechen gezielt berücksichtigt, fördert Orientierung, Sicherheit und Lebensqualität.

Angela Preiss
Author: Angela Preiss

Fortbildung Alltagsbegleiter in der Demenzbetreuung, Fortbildung Gerontophsychiatrische Fachkraft