Sturzprävention bei Menschen mit Demenz
Stürze gehören zu den häufigsten Risiken im Alltag von Menschen mit Demenz. Orientierungslosigkeit, Unsicherheit beim Gehen und eingeschränkte Wahrnehmung erhöhen die Gefahr. Mit einfachen Maßnahmen lässt sich das Risiko jedoch deutlich reduzieren.
Warum ist die Sturzgefahr erhöht?
Menschen mit Demenz haben oft Schwierigkeiten, Entfernungen richtig einzuschätzen oder Gefahren zu erkennen. Hinzu kommen:
- Gangunsicherheit und Gleichgewichtsprobleme
- Nebenwirkungen von Medikamenten
- Seh- oder Hörprobleme
- Unruhe oder Bewegungsdrang
Diese Faktoren führen dazu, dass alltägliche Situationen schnell zur Stolperfalle werden.
Gefahren im Wohnumfeld reduzieren
Ein sicher gestaltetes Zuhause ist entscheidend:
- Stolperfallen wie Teppiche oder Kabel entfernen
- gute, blendfreie Beleuchtung sicherstellen
- rutschfeste Matten im Bad verwenden
- stabile Möbel und Haltegriffe anbringen
- klare und übersichtliche Wege schaffen
Schon kleine Anpassungen können viel bewirken.
Bewegung fördern
Regelmäßige Bewegung stärkt Muskeln und Gleichgewicht. Spaziergänge oder leichte Übungen helfen, die Mobilität zu erhalten und die Sturzgefahr zu verringern.
Sicherheit im Alltag
- gut sitzende, rutschfeste Schuhe tragen
- bei Unsicherheit Hilfsmittel wie Gehstöcke nutzen
- ausreichend Zeit für Bewegungen lassen
- Begleitung in ungewohnten Situationen anbieten
Fazit
Sturzprävention bei Demenz bedeutet vor allem Aufmerksamkeit und Anpassung des Alltags. Mit einer sicheren Umgebung, regelmäßiger Bewegung und unterstützenden Maßnahmen lassen sich viele Stürze vermeiden und die Selbstständigkeit länger erhalten.

