Was ist Demenz?
Demenz ist kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern ein Sammelbegriff für verschiedene Erkrankungen, die mit einem fortschreitenden Verlust geistiger Fähigkeiten verbunden sind.
Das bedeutet:
• Gedächtnis, Denken, Sprache, Orientierung und Urteilsvermögen bauen langsam ab.
• Betroffene verlieren im Laufe der Zeit die Fähigkeit, ihr Leben selbstständig zu bewältigen.
• Auch Verhalten und Persönlichkeit können sich verändern.
⸻
📌 Merkmale von Demenz
• Gedächtnisstörungen: Probleme beim Merken neuer Informationen, später auch beim Erinnern von länger zurückliegenden Erlebnissen.
• Orientierungsschwierigkeiten: Unsicherheit in Zeit, Raum oder bei Personen.
• Sprach- und Verständnisprobleme: Wörter fallen nicht mehr ein, Sätze werden unvollständig.
• Veränderung der Persönlichkeit: Stimmungsschwankungen, Misstrauen, Rückzug oder Aggressivität.
• Einschränkungen im Alltag: Schwierigkeiten beim Kochen, Einkaufen, Anziehen oder im Umgang mit Geld.
⸻
🔎 Ursachen und Formen
Es gibt viele verschiedene Demenzformen. Die häufigsten sind:
1. Alzheimer-Krankheit (ca. 60–70 % aller Fälle)
• Ablagerungen im Gehirn zerstören Nervenzellen.
2. Vaskuläre Demenz
• Folge von Durchblutungsstörungen oder Schlaganfällen.
3. Mischformen
• Kombination aus Alzheimer und vaskulärer Demenz.
4. Andere Formen
• z. B. Lewy-Body-Demenz, Frontotemporale Demenz, Parkinson-Demenz.
____
Verlauf
• Demenz ist fortschreitend (chronisch, nicht heilbar).
• Es beginnt meist schleichend mit kleinen Gedächtnislücken.
• Im mittleren Stadium nehmen Orientierungslosigkeit und Hilfsbedürftigkeit zu.
• Im späten Stadium sind Betroffene vollständig auf Pflege angewiesen.
____
Bedeutung Alzheimer:
Morbus Alzheimer (Alzheimer-Krankheit) ist eine neurodegenerative Erkrankung des Gehirns.
• Sie führt zu einem fortschreitenden Abbau von Nervenzellen und deren Verbindungen.
• Folge: Gedächtnis, Denken, Sprache, Orientierung und Verhalten verschlechtern sich nach und nach.
____
Ursache:
Im Gehirn bilden sich Eiweißablagerungen (Amyloid-Plaques und Tau-Fibrillen).
• Diese stören die Kommunikation zwischen Nervenzellen → Zellen sterben ab.
• Der Hirnschwund (Atrophie) ist auf Bildern wie MRT oder CT sichtbar.
____
Symptome:
Frühphase
• Vergesslichkeit (v. a. Kurzzeitgedächtnis)
• Wortfindungsstörungen
• Orientierungsschwierigkeiten
• Stimmungsschwankungen
2. Mittleres Stadium
• Schwierigkeiten im Alltag (Kochen, Einkaufen, Geld verwalten)
• Verwechslung von Personen oder Orten
• Unruhe, Schlafstörungen
• Teilweise aggressive oder ängstliche Reaktionen
3. Spätstadium
• Verlust von Sprache und Bewegungsfähigkeit
• Inkontinenz
• Vollständige Pflegebedürftigkeit
• Betroffene erkennen oft Angehörige nicht mehr
____
Verlauf:
Alzheimer beginnt meist schleichend (oft nach dem 65. Lebensjahr).
• Der Verlauf dauert in der Regel 8–12 Jahre nach Diagnosestellung.
• Es gibt keine Heilung, aber Therapien zur Symptomlinderung und zur Verzögerung des Fortschreitens.
____
Medikamente:
Cholinesterase-Hemmer (z. B. Donepezil, Rivastigmin)
• Memantin
• Sie verbessern die Signalübertragung im Gehirn und können Symptome vorübergehend lindern.
• Nicht-medikamentöse Ansätze:
• Gedächtnistraining, Musik- oder Bewegungstherapie
• Strukturierte Tagesabläufe
• Angehörigenberatung und Entlastung

