Alltag mit Demenz: Die Kraft von Routinen und Ritualen

Menschen mit Demenz fühlen sich im Alltag oft unsicher, weil Erinnerungen verschwimmen und Orientierung verloren geht. Routinen und Rituale können hier helfen: Sie schaffen Struktur, geben Sicherheit und erleichtern den Umgang mit täglichen Aufgaben.

Warum Routinen wichtig sind

  • Vorhersehbarkeit: Wiederkehrende Abläufe reduzieren Verwirrung und Stress.
  • Sicherheit: Klare Strukturen vermitteln das Gefühl von Kontrolle.
  • Entlastung: Angehörige profitieren ebenfalls von festen Abläufen.

Praktische Beispiele für Routinen

  • Fester Tagesrhythmus: Aufstehen, Mahlzeiten und Schlafenszeit möglichst immer zur gleichen Uhrzeit.
  • Wiederkehrende Rituale: Ein Guten-Morgen-Lied, gemeinsamer Nachmittagskaffee oder ein Abendspaziergang.
  • Einfache Orientierungshilfen: Kalender, Uhren oder beschriftete Schränke unterstützen den Alltag.

Rituale mit emotionaler Bedeutung

Kleine Gesten können große Wirkung haben: ein Gebet, ein Lied, das tägliche Vorlesen oder das gemeinsame Gießen der Blumen. Solche Rituale fördern Geborgenheit und positive Erinnerungen.

Angela Preiss
Author: Angela Preiss

Fortbildung Alltagsbegleiter in der Demenzbetreuung, Fortbildung Gerontophsychiatrische Fachkraft