Demenz und Inkontinenz – Ein würdevoller Umgang
Inkontinenz ist bei Menschen mit Demenz keine Seltenheit. Sie entsteht oft nicht aus mangelnder Kontrolle, sondern durch Orientierungsprobleme, Vergessen von Toilettengängen oder eingeschränkte Wahrnehmung. Für Betroffene ist das Thema häufig mit Scham und Unsicherheit verbunden.
Warum Inkontinenz bei Demenz auftritt
Mit fortschreitender Demenz fällt es schwer, Körpersignale richtig zu deuten oder den Weg zur Toilette rechtzeitig zu finden. Auch eingeschränkte Beweglichkeit, Medikamente oder Angst können eine Rolle spielen.
Würde bewahren im Alltag
Ein respektvoller Umgang ist entscheidend. Ruhige Ansprache, Geduld und ein diskreter Umgang helfen, Schamgefühle zu reduzieren. Vorwürfe oder Korrekturen sollten vermieden werden – sie verstärken Unsicherheit und Rückzug.
Praktische Unterstützung
- Feste Toilettenzeiten und klare Routinen
- Gut sichtbare Kennzeichnung der Toilette
- Bequeme, leicht ausziehbare Kleidung
- Passende Inkontinenzhilfsmittel
- Hautpflege zur Vermeidung von Reizungen
Fazit
Inkontinenz ist eine krankheitsbedingte Folge, kein persönliches Versagen. Ein würdevoller, verständnisvoller Umgang stärkt das Selbstwertgefühl der Betroffenen und entlastet den Pflegealltag.

