Demenz und Suchtmittel – Alkohol und Medikamente
Der Umgang mit Alkohol und Medikamenten spielt bei Demenz eine wichtige Rolle. Beide können Symptome verstärken, verschleiern oder beschleunigen und sollten daher besonders aufmerksam betrachtet werden.
Alkohol
Alkohol kann Gedächtnis, Orientierung und Reaktionsfähigkeit zusätzlich beeinträchtigen. Bei Menschen mit Demenz steigt das Risiko für Stürze, Verwirrtheit und Wechselwirkungen mit Medikamenten. Selbst geringe Mengen können eine stärkere Wirkung haben als früher. Regelmäßiger Alkoholkonsum kann den Krankheitsverlauf negativ beeinflussen.
Medikamente
Viele Menschen mit Demenz nehmen mehrere Medikamente gleichzeitig ein. Bestimmte Wirkstoffe, etwa Beruhigungs- oder Schlafmittel, können Benommenheit, Verwirrtheit oder Abhängigkeit fördern. Auch falsche Einnahme oder Vergessen von Tabletten erhöht Risiken.
Was Angehörige beachten sollten
- Alkoholkonsum offen ansprechen und gemeinsam begrenzen
- Medikamente regelmäßig ärztlich überprüfen lassen
- Einnahme strukturieren (z. B. mit Dosierhilfen)
- Veränderungen im Verhalten ernst nehmen
Fazit
Alkohol und Medikamente können Demenzsymptome deutlich beeinflussen. Ein bewusster, kontrollierter Umgang und regelmäßige ärztliche Begleitung tragen dazu bei, Sicherheit und Lebensqualität zu erhalten.

