Ernährung bei Demenz: Tipps für Appetit, Flüssigkeit und Genuss
Eine gute Ernährung ist für Menschen mit Demenz besonders wichtig – nicht nur für die Gesundheit, sondern auch für Wohlbefinden und Lebensqualität. Viele Betroffene verlieren das Hunger- oder Durstgefühl, vergessen das Essen oder lehnen Mahlzeiten unerwartet ab. Mit ein paar einfachen Maßnahmen lässt sich der Alltag deutlich erleichtern.
1. Appetit fördern
- Regelmäßige Essenszeiten geben Orientierung und Sicherheit.
- Kleine, häufige Mahlzeiten sind oft leichter als drei große Portionen.
- Bekannte Lieblingsspeisen und vertraute Düfte wecken Erinnerungen und machen Lust aufs Essen.
- Ruhige Umgebung ohne Ablenkungen hilft, sich auf die Mahlzeit zu konzentrieren.
2. Ausreichend trinken
Viele Menschen mit Demenz trinken zu wenig. Das lässt sich unterstützen durch:
- Getränke sichtbar bereitstellen: farbige Becher, gut erreichbare Plätze.
- Erinnerungen über den Tag – freundlich, ohne Druck.
- Flüssigkeit in anderer Form: Suppen, Obst, wasserreiches Gemüse, Kräutertees.
- Trinkhilfen wie Strohhalme oder Henkelbecher erleichtern das Trinken.
3. Genuss beim Essen erhalten
- Einfaches Fingerfood ist ideal, wenn Besteck schwerfällt.
- Farbenfrohe Teller regen den Appetit an und verbessern die Orientierung.
- Gemeinsame Mahlzeiten geben Sicherheit und schaffen angenehme Momente.
- Rituale wie Tisch decken, Tee eingießen oder Brot schmieren stärken Selbstständigkeit.
4. Flexible Anpassungen
Demenz verläuft individuell. Was heute funktioniert, muss morgen nicht mehr passen. Kleine Anpassungen – etwa weiche Kost, pürierte Speisen oder Gewürze für mehr Geschmack – helfen, Essen angenehm und sicher zu gestalten.

