Ernährung bei Demenzerkrankung – Was ist empfehlenswert?

Die Ernährung spielt bei Demenzerkrankungen eine entscheidende Rolle. Sie trägt nicht nur zur allgemeinen Gesundheit und zum Wohlbefinden bei, sondern kann auch den Verlauf der Erkrankung positiv beeinflussen. Forschungen zeigen, dass sich insbesondere die mediterrane Ernährung und die MIND-Diät günstig auf die Gehirnleistung auswirken.

Grundprinzipien einer günstigen Ernährung

  • Viel Gemüse und Obst
    Besonders grünes Blattgemüse (z. B. Spinat, Grünkohl, Rucola) und Beerenfrüchte wie Heidelbeeren oder Erdbeeren sind reich an Antioxidantien, die Gehirnzellen schützen können.
  • Gesunde Fette
    Hochwertige Öle wie Oliven- oder Leinöl, Nüsse, Samen und Avocados versorgen das Gehirn mit wichtigen Fettsäuren. Fisch (z. B. Lachs, Makrele, Sardinen) liefert wertvolles Omega-3, pflanzlich geht es über Algenöl.
  • Eiweißquellen bewusst wählen
    Hülsenfrüchte, Fisch und Geflügel sind empfehlenswert. Rotes Fleisch sollte eher selten auf den Tisch kommen.
  • Vollkornprodukte bevorzugen
    Hafer, Vollkornbrot, Naturreis oder Quinoa liefern Ballaststoffe, die die Darmgesundheit und damit auch das Gehirn unterstützen.
  • Milchprodukte in Maßen
    Vor allem fermentierte Produkte wie Joghurt oder Käse können sinnvoll sein.
  • Weniger Zucker und Salz
    Stark verarbeitete Lebensmittel, Fast Food und süße Getränke belasten den Stoffwechsel und sollten gemieden werden.
  • Ausreichend Flüssigkeit
    Viele Betroffene vergessen das Trinken. Deshalb sind feste Rituale wichtig, z. B. Wasser oder ungesüßten Tee zu festen Zeiten.
Angela Preiss
Author: Angela Preiss

Fortbildung Alltagsbegleiter in der Demenzbetreuung, Fortbildung Gerontophsychiatrische Fachkraft