Netzwerke und Unterstützung für Angehörige

Wenn ein Familienmitglied an Demenz erkrankt, stehen Angehörige oft vor vielen neuen Aufgaben. Ein starkes Netzwerk kann dabei enorm helfen: Es entlastet, bietet Orientierung und schafft das Gefühl, nicht allein zu sein.

1. Gemeinsam statt allein

Pflege gelingt besser, wenn Aufgaben verteilt werden. Familie, Freunde, Nachbarn oder Ehrenamtliche können kleine, aber wichtige Beiträge leisten – z. B. Einkäufe übernehmen, Zeit schenken oder einfach ein offenes Ohr haben.

2. Professionelle Beratung nutzen

  • Demenzberatungsstellen
    helfen beim Verstehen der Erkrankung und beim Organisieren des Alltags.
  • Pflegestützpunkte
    informieren über Leistungen, finanzielle Unterstützung und Hilfsmittel.
  • Ambulante Dienste
    entlasten im Haushalt oder übernehmen pflegerische Aufgaben.

3. Austausch mit anderen Angehörigen

Gespräche mit Menschen in ähnlichen Situationen geben Mut und praktische Tipps. Selbsthilfegruppen – vor Ort oder online – sind wertvolle Orte für Verständnis, Trost und neue Ideen.

4. Digitale Möglichkeiten

Apps zur Pflegeorganisation, Online-Beratungen oder virtuelle Angehörigentreffen erleichtern den Kontakt und helfen, Fragen schnell zu klären.

5. Hilfe annehmen ist Stärke

Unterstützung zu nutzen bedeutet nicht, weniger für den Angehörigen da zu sein. Es bedeutet, auf die eigene Gesundheit zu achten – damit Pflege langfristig gut gelingen kann.

Angela Preiss
Author: Angela Preiss

Fortbildung Alltagsbegleiter in der Demenzbetreuung, Fortbildung Gerontophsychiatrische Fachkraft