Positive Momente schaffen: Rituale und kleine Freuden
Im Alltag mit Demenz sind es oft die kleinen Dinge, die große Wirkung haben. Feste Rituale und bewusst gestaltete Momente schenken Sicherheit, Freude und ein Gefühl von Geborgenheit – für Betroffene ebenso wie für Angehörige.
1. Rituale geben Halt
Wiederkehrende Abläufe wie der gemeinsame Morgenkaffee, ein Lied am Nachmittag oder eine kurze Abendroutine schaffen Orientierung. Rituale sind vertraut und helfen, den Tag besser einzuordnen.
2. Kleine Freuden bewusst wahrnehmen
Ein Lächeln, eine Berührung, ein bekanntes Lied oder der Duft von frischem Kaffee können positive Gefühle auslösen. Solche Momente stärken das emotionale Wohlbefinden – auch ohne viele Worte.
3. Nähe und Aufmerksamkeit
Ungeteilte Aufmerksamkeit, Blickkontakt und ruhige Zuwendung vermitteln Sicherheit. Gemeinsames Dasein ist oft wichtiger als Beschäftigung oder Aktivität.
4. Alltag individuell gestalten
Was Freude bereitet, ist sehr persönlich. Biografische Hinweise helfen, Rituale und kleine Freuden an den Menschen anzupassen – sei es Musik, Bewegung oder ein vertrauter Gegenstand.

