Schlafprobleme bei Demenz – Tipps für Betroffene und Angehörige
Viele Menschen mit Demenz leiden unter Schlafstörungen. Nächtliches Umherwandern, unruhiger Schlaf oder veränderte Tag-Nacht-Rhythmen gehören zu den häufigsten Begleiterscheinungen der Erkrankung. Das kann nicht nur die Betroffenen, sondern auch die Angehörigen stark belasten. Mit einigen Anpassungen lässt sich die Schlafqualität jedoch oft deutlich verbessern.
🌙 Warum Schlafprobleme bei Demenz häufig sind
Im Verlauf einer Demenz verändert sich der natürliche Schlaf-Wach-Rhythmus.
Das Gehirn kann Tag und Nacht nicht mehr klar voneinander unterscheiden. Hinzu kommen:
- Orientierungslosigkeit in der Dunkelheit
- Angstgefühle oder nächtliche Unruhe
- Bewegungsmangel am Tag
- Nebenwirkungen von Medikamenten
🌼 Tipps für besseren Schlaf
1.
Feste Routinen schaffen
Regelmäßige Schlafenszeiten und ein gleichmäßiger Tagesablauf geben Sicherheit. Der Körper gewöhnt sich an wiederkehrende Abläufe.
2.
Tageslicht und Bewegung fördern
Spaziergänge oder leichte Bewegung im Freien helfen, den natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus zu stabilisieren.
3.
Abendliche Ruhe fördern
Leise Musik, ein ruhiges Gespräch oder das Vorlesen vertrauter Texte wirken entspannend. Hektik und laute Geräusche sollten vermieden werden.
4.
Schlafumgebung anpassen
Ein warmes, sanft beleuchtetes Zimmer, vertraute Gegenstände und ein Nachtlicht können Sicherheit geben. Stolperfallen entfernen!
5.
Reize am Abend vermeiden
Kaffee, Alkohol oder aufregende Fernsehsendungen können Unruhe verstärken – besser sind Kräutertee und ruhige Beschäftigungen.
💬 Auch Angehörige brauchen Pausen
Nächtliche Unruhe kann sehr belastend sein. Es ist wichtig, Hilfe anzunehmen – etwa durch Nachtpflege, Kurzzeitpflege oder Entlastungsdienste. Nur wer selbst ausgeruht ist, kann auch gut unterstützen.

