Urlaub und Erholung trotz Pflegepflichten

Pflegende Angehörige leisten täglich Großes – oft ohne Pause. Doch gerade in der Demenzpflege ist Erholung wichtig, um gesund zu bleiben. Urlaub oder kleine Auszeiten sind möglich und können den Pflegealltag nachhaltig erleichtern.

1. Warum Erholung so wichtig ist

Dauerhafte Belastung führt schnell zu Erschöpfung. Eine Auszeit gibt neue Kraft, verbessert die Stimmung und stärkt die Beziehung zum pflegebedürftigen Menschen. Selbst kurze Erholungsphasen können viel bewirken.

2. Entlastungsangebote nutzen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um Pflege während eines Urlaubs gut abzusichern:

  • Verhinderungspflege: Wenn Angehörige verhindert sind, übernimmt ein professioneller Dienst die Pflege.
  • Kurzzeitpflege: Vorübergehende Betreuung in einer Einrichtung.
  • Tages- oder Nachtpflege: Entlastet stunden- oder tageweise.

Diese Angebote können teilweise über die Pflegeversicherung finanziert werden.

3. Urlaub gemeinsam oder getrennt

  • Gemeinsamer Urlaub ist oft möglich: barrierefreie Unterkünfte, ruhige Orte und vertraute Routinen helfen dabei, die Zeit angenehm zu gestalten.
  • Urlaub allein gibt Angehörigen dringend benötigte Regeneration – und ist absolut legitim.

4. Kleine Pausen im Alltag

Nicht jeder hat die Möglichkeit für eine lange Reise. Kurze Auszeiten wirken ebenfalls:

  • Spaziergang
  • Treffen mit Freunden
  • Entspannungsübungen
  • Hobbys

Schon wenige Minuten täglich können Stress reduzieren.

5. Ohne schlechtes Gewissen

Pflege ist nur nachhaltig möglich, wenn die pflegende Person selbst gut versorgt ist. Erholung ist daher kein Luxus, sondern ein wichtiger Teil guter Pflege.

Angela Preiss
Author: Angela Preiss

Fortbildung Alltagsbegleiter in der Demenzbetreuung, Fortbildung Gerontophsychiatrische Fachkraft