Wie erkennt man Demenz?

Demenz ist keine einzelne Krankheit, sondern ein Sammelbegriff für verschiedene Krankheitsbilder, die mit einem fortschreitenden Abbau geistiger Fähigkeiten verbunden sind. Erste Anzeichen werden häufig übersehen oder mit „normaler Vergesslichkeit“ verwechselt. Umso wichtiger ist es, typische Symptome frühzeitig zu erkennen.

🧠 Erste Warnsignale

  • Gedächtnisstörungen: Besonders das Kurzzeitgedächtnis ist betroffen. Betroffene vergessen wiederholt kürzlich Gesagtes oder verlegen Gegenstände an ungewöhnliche Orte.
  • Orientierungsschwierigkeiten: Probleme, sich in vertrauter Umgebung zurechtzufinden oder Datum und Uhrzeit richtig einzuordnen.
  • Sprachprobleme: Häufiges Suchen nach Worten, stockendes Sprechen oder Schwierigkeiten, Gesprächen zu folgen.
  • Verlust von Alltagsfähigkeiten: Gewohnte Tätigkeiten wie Kochen, Einkaufen oder der Umgang mit Geld bereiten zunehmend Probleme.
  • Eingeschränktes Urteilsvermögen: Fehlentscheidungen im Alltag, etwa unpassende Kleidung bei Kälte oder Hitze.
  • Veränderungen der Persönlichkeit: Stimmungsschwankungen, Rückzug, Misstrauen oder ungewohnte Ängstlichkeit.

🔍 Abgrenzung zur normalen Vergesslichkeit

  • Normales Vergessen: Man findet später den verlorenen Schlüssel oder erinnert sich wieder an ein Gespräch.
  • Demenzbedingtes Vergessen: Informationen gehen dauerhaft verloren – selbst mit Erinnerungshilfen fällt das Erinnern schwer.

🩺 Ärztliche Abklärung ist wichtig

Eine sichere Diagnose kann nur durch Ärztinnen und Ärzte gestellt werden. Dazu gehören:

  • Gespräche mit Betroffenen und Angehörigen
  • Gedächtnis- und Konzentrationstests
  • Körperliche Untersuchungen und Bluttests
  • Bildgebende Verfahren (z. B. CT oder MRT), um andere Ursachen auszuschließen
Angela Preiss
Author: Angela Preiss

Fortbildung Alltagsbegleiter in der Demenzbetreuung, Fortbildung Gerontophsychiatrische Fachkraft