Erinnerungsarbeit: Fotos und Erinnerungsbücher einsetzen

Für Menschen mit Demenz sind Erinnerungen oft schwer zugänglich. Fotos und Erinnerungsbücher können dabei helfen, Vergangenes wieder ins Gedächtnis zu rufen und Gespräche anzuregen.

Warum Erinnerungsarbeit wichtig ist:

Erinnerungsarbeit fördert die kognitive Aktivität, stärkt das Selbstwertgefühl und erleichtert die emotionale Verbindung zwischen Pflegeperson und Betroffenem. Gemeinsames Betrachten von Bildern kann Freude, Sicherheit und Nähe schaffen.

So funktioniert es:

  • Fotos auswählen: Alte Familienfotos, Urlaubsbilder oder Bilder aus dem Alltag können Erinnerungen wecken.
  • Erinnerungsbücher gestalten: Fotos zusammen mit kurzen Texten oder Anekdoten in einem Buch sammeln. Auch selbst gebastelte Alben eignen sich gut.
  • Gemeinsam nutzen: Regelmäßig zusammen anschauen, Geschichten erzählen lassen oder Erinnerungen ansprechen.

Tipps:

  • Bilder gut sichtbar platzieren, ggf. laminieren für längere Haltbarkeit.
  • Auch aktuelle Fotos einbeziehen, um Gegenwart und Vergangenheit zu verbinden.
  • Geduldig sein: Erinnerungen können kommen und gehen; der Prozess selbst ist wertvoll.
Angela Preiss
Author: Angela Preiss

Fortbildung Alltagsbegleiter in der Demenzbetreuung, Fortbildung Gerontophsychiatrische Fachkraft